Die Geschichte von Mosambik

Bevor die Europäer den afrikanischen Kontinent erkundeten, lebten Araber an den Küsten Afrikas. Sie übten den Handel von Gold, Elfenbein und Sklaven zwischen Afrika und Indien aus. 1498 betrat in Person von Vasco da Gama der erste Europäer das Land Mosambik. Auf der Insel Mosambik traf er sich dann mit Scheich Moussa Ben Mbiki. Aufgrund seines Namens stammt auch der Name des Landes. Die Portugiesen drangen in Folge dessen ins Land ein und suchten nach Gold. Einige Jahrhunderte war den Portugiesen die Bevölkerung Mosambiks gleichgültig und sie handelten mit Sklaven. Die Diktatur unter Portugals Regie dauerte an bis hinein ins 20. Jahrhundert. Diese Zeit bis dahin war geprägt von Zwangsarbeit, schlechten Arbeitsverträgen und einer menschenverachtenden Behandlung.

Bis zum Jahre 1898 hieß die Hauptstadt Mosambiks „Ilha de Mocambique“. Die Portugiesen waren bestrebt Angola und Mosambik zu verbinden zu einem südafrikanischen Kolonialreich. Diese Pläne mussten sie aufgrund des Druckes aus England aber ad acta legen. Britisches Kapital wurde in Portugals Kolonien immer wichtiger. Bei den Verhandlungen zwischen Deutschland und Großbritannien 1898 kamen die Angola Verträge heraus. Der Inhalt besagte, dass wenn Portugal Geld benötigt, dass der Pfand dafür die Kolonien seien. Wenn Portugal das Geld nicht zurückzahlen kann bekommt Großbritannien Süd-Mosambik und Deutschland hätte Angola und Nord-Mosambik bekommen. Am 30. August 1898 wurde das Abkommen besiegelt und dennoch nie in die Tat umgesetzt. Schon ein Jahr später wurde es durch den Windsor Vertrag zwischen Großbritannien und Portugal umgangen. Es gab nie ein Bündnis zwischen den Briten und den Deutschen und trotzdem schauten die Briten zwischen 1912 und 1914, dass ein Bruch mit Deutschland so schnell nicht passierte. Als der britische König 1913 zu Besuch in Deutschland war, wurde der Vertrag aus dem Jahre 1898 sogar noch einmal zu Deutschlands Gunsten geändert. Die Unterschrift wurde von Seiten Großbritanniens verzögert und durch die Sache mit dem Sarajewo Attentat und den ersten Weltkrieg war das Unterfangen dann hinfällig. Also war Mosambik weiter unter der Herrschaft von Portugal.

Zu Zeiten des 1. Weltkriegs erklärte Südafrika Mosambik zum Ziel einer Eroberung. Ab dem Jahre 1917 haben sich deutsche Truppen von Ost-Afrika aus nach Mosambik zurückgezogen. Bis 1918 besetzten Deutsche die Nordhälfte Mosambiks. Dafür bekam Portugal im Rahmen des Versailler Vertrags von 1919 das so genannte Kionga-Dreieck, eine Siedlung (heute Quionga genannt) mit ca. 4000 Bewohnern. Im Jahre 1962 wurde die Freiheitsbewegung FRELIMO gegründet und diese Bewegung setzte sich die Befreiung Mosambiks zum Ziel. Bereits 2 Jahre später, nämlich 1964, führten erste Kämpfe zu Erfolgen im Norden der Insel. Am 25. Juni 1975 wurde Mosambik unabhängig. Dieses Ziel wurde durch die Nelkenrevolution und den Sturz des diktatorischen Regimes des Landes erreicht. Zuvor war die Insel fast 500 Jahre Kolonie. Der erste Präsident Mosambiks war Samora Machel. Das war zugleich der Präsident der FRELIMO Bewegung. Er starb 1986 bei einem Flugzeugabsturz. Alle wichtigen Posten der Regierung waren von FRELIMO Leuten besetzt. Es erfolgte eine Verstaatlichung der Industrie und es wurden landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften ins Leben gerufen. Die Flucht der Europäer sorgte für eine Schwächung der Wirtschaft Mosambiks.

Mitte der 70er Jahre entstand die RANAMO Bewegung, die von Südafrika unterstützt wurde. 1976 brach ein Bürgerkrieg in Mosambik aus, der 16 Jahre andauerte und zwischen den Freiheitsbewegungen FRELIMO und RENAMO ausgetragen wurde. Das Land brach dadurch völlig zusammen und es wurde auch von Simbabwe durch 10 000 Soldaten unterstützt, die den Beira Korridor sichern sollten. Zu Kriegszeiten waren auch Militärberater aus Kuba, der Sowjetunion und der ehemaligen DDR im Land. Stabilisiert wurde Mosambik erst 1992 durch die Entsendung von UN Friedenstruppen und bislang 900 000 Toten und 1,3 Millionen Flüchtlingen. Außerdem wurde eine erste Oppositionspartei gegründet. Seit 1995 gehört Mosambik zum Commonwealth of Nations. Das ist bemerkenswert, da das Land genau wie Kamerun, das auch Mitglied ist, nie britische Kolonie gewesen ist. Das Land konnte und kann sich immer noch nicht wirtschaftlich weiterentwickeln, da der Bürgerkrieg so lange andauerte, die Weißen das Land verlassen und es auch immer wieder Dürre Perioden gibt. Mittlerweile hat sich aus der RENAMO Bewegung eine Partei etabliert. Seit 1994 ist die Partei in der Opposition Mosambiks. Im Oktober 1994 gab es erste demokratische Wahlen. Im Jahre 2000 gab es durch die schwere Flutkatastrophe viele Todesopfer und die Wirtschaft wurde erneut um Jahre zurück geworfen.